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Umweltorganisationen kritisieren: Reiche Länder würden keine klaren Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasen setzen und zu keinen Lösungen für die Finanzierung von Klimaschutz in den armen Ländern beitragen. Beim letzten Klimagipfel in Bangkok warfen die Entwicklungsländer den Industriestaaten vor, sie würden das Kyoto-Protokoll mit verbindlichen Vorgaben für die Reduzierung der Treibhausgase über den Haufen werfen wollen.
Der Gipfel in Bangkok war eines der Vorbereitungstreffen für die große und entscheidende Weltklimakonferenz in Kopenhagen vom 7. bis zum 18. Dezember, wo ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll beschlossen wird. Für die letzten Vorverhandlungen treffen sich die Länder Anfang November in Barcelona.
Wer die aktuellen Entwicklungen verfolgen will, findet hier u.a. eine ständig aktualisierte Sammlung von Agenturmeldungen zum Thema.
Analyse, Diskussion und Aktionsplanung beim Elevate
Die schwerste aller globalen Krisen wird auch beim Elevate Festival mit ExpertInnen diskutiert. „Klima-Tag“ ist der Freitag, 23. Oktober.
Es finden Workshops, Podiumsdiskussionen und eine Filmvorführung statt. Auch dem Bedürfnis, nach einem inhaltsintensiven Tag weiterzudiskutieren und sich zu vernetzen, soll Rechnung getragen werden: Im Forum Stadtpark gibt’s ab 20:00 ein „open space“, wo auch mit den Vortragenden weitere Gespräche geführt werden können.
Workshop: Climate Action Now!
Können wir Einfluss nehmen auf das Kyoto-Nachfolgeabkommen? Und vor allem WIE? Gemeinsam mit Mona Bricke, Christian Salmhofer und Martin Fuchs werden Strategien und Aktionspläne diskutiert und herausgearbeitet. Großdemonstrationen beim Weltklimagipfel in Kopenhagen sind vorprogrammiert – aber gibt es darüber hinaus noch andere mögliche Maßnahmen und Aktionen, die wirkungsvoller sein könnten? Ist es eine Lösung, den Gipfel zu stören und ihn zum Scheitern zu bringen? Auf solche Fragen sollen beim Workshop gemeinsam Antworten gesucht werden.
Podiumsdiskussion: Towards Copenhagen…and beyond!
Welches Ergebnis können wir uns von den Verhandlungen in Kopenhagen erwarten und welche Rolle spielen dabei die einzelnen AkteurInnen? Die TeilnehmerInnen einer Podiumsdiskussion werden versuchen, Antworten darauf zu geben. Mitdiskutieren werden Gottfried Kirchengast vom Wegener Zentrum, Manuel Graf von Global 2000, Markus Wissen von der Uni Wien, Angela Friedrich vom Lebensministerium, Mona Bricke von Gegenstrom Berlin und Christian Salmhofer vom Klimabündnis.
Yvo de Boer: "Zeit ist fast abgelaufen"
"Die Zeit läuft uns nicht nur davon, sie ist fast um." Der Chef des Weltklimasekretariats, Yvo de Boer, hat am Montag, 28. September, zu Beginn der Weltklimakonferenz in Bangkog eindringlich gewarnt und von den anwesenden RegierungsvertreterInnen verbindliche Klimaschutzziele gefordert. Demonstrativ deutete er bei seiner Eröffnungsrede auf eine Uhr – diese zeigte die noch verbleibende Zeit zum entscheidenden Klimagipfel in Kopenhagen an: 70 Tage!
Vorbereitung für Kopenhagen
1.500 RegierungsvertreterInnen aus mehr als 170 Ländern beraten in Bangkog über einen neuen Entwurf für das Dokument, das den Grundstein für einen neuen Klimavertrag bilden soll. Das Nachfolgeabkommen für das 2010 auslaufende Kyoto-Protokoll soll im Dezember bei der UN-Konferenz in Kopenhagen beschlossen werden. Es geht dabei um nichts weniger als um die Zukunft der Menschheit.
Letzte Chance... vorbei?
Was haben wir von den entscheidenden Klimaverhandlungen in Kopenhagen zu erwarten? Welche AkteurInnen mischen mit, und wie groß ist ihr Einfluss? Wie kann und muss eine alternative Klimapolitik aussehen? Beim Elevate Festival wird am Freitag, 23. Oktober mit einer hochkarätigen Gästerunde darüber diskutiert, welche Klimapolitik die Welt noch retten kann.
Für alle, die selbst aktiv sein wollen, findet ein Workshop mit Mona Bricke von der Klimaaktionsgruppe Gegenstrom Berlin, Christian Salmhofer vom Klimabündnis und dem Klimapädagogen und Aktivisten Martin Fuchs statt. Dabei werden Strategien und mögliche Wege erarbeitet, wie kritische Bürgerbewegungen Einfluss nehmen können auf das Verhandlungsergebnis in Kopenhagen.
Weitere Infos zur Weltklimakonferenz in Bangkok:

- Screenshot: Owning the Weather (Doku)
