Bookmark and Share

Bader, 23.10.: Die Krise der Medien

Regina Joschika23.10.200911:46

Gestern abend spannende Mediendiskussion, bei der deutlich wird, dass die Menschen mitgestalten wollen und das auch über freie Medien tun. In den USA hat man das erkannt, wie David Barstow von der New York Times bemerkte, der auch eingestand, dass sie vor 10 Jahren auf BloggerInnen und co. noch herabgesehen hätten („wir sind doch die NYT“). Heute wird community based journalism als Chance gesehen gerade in der Krise (die in den USA auch die Medien erfasst hat, da es um ein Drittel weniger Personal in den Redaktionen gibt).

Dennoch versprüht er Optimismus, was sicher auch (im positiven Sinne) typisch amerikanisch ist, eben „mach’ dein Ding“. Diese Haltung haben auch junge Menschen, die gerade jetzt JournalistInnen werden wollen, die hohe ethische Vorstellungen haben. Die Debatte dreht sich zeitweise sehr um investigativen Journalismus (der sehr viele Ressourcen benötigt) und um den ORF und generell um (Un) Abhängigkeit, doch ist klar, dass sich die Menschen einen anderen Journalismus wünschen, einen, der sie berücksichtigt, einen, den sie mitgestalten können.

Es geht um einen Paradigmenwechsel, da sind sich alle einig, aber wie diesen herbeiführen? Zugleich finden eine Krise der Wirtschaft (der Finanzmärkte, des Kapitaismus), der Klimawandel und eine (Vertrauens-) Krise der Medien statt (und der Politik, die ja auch wissen hätte müssen, dass sich ein Finanzcrash anbahnt). Das Programm von Elevate deutet auch in diese Richtung, indem über all die Themen diskutiert wird.

Kommentare, Comments
Write comment
Notify me when someone adds another comment to this post

Archive

Copy and paste this link into your RSS news reader

RSS 0.91Posts
RSS 2.0Posts